Häufige Fragen - Airsoft

Fragen - Airsoft

Softair oder auch Airsoft genannt, hat seine Wurzeln in Japan. Laut Wikipedia auch als skirmish („Geplänkel“ oder „Scharmützel“) benannt. Nachdem Japan damals als Verbündeter des nationalsozialistischen Deutschlands den Krieg verloren hatte, kamen strenge Rüstungsauflagen auf das Land zu. In dessen Folge wurden alle Schusswaffen für die Zivilbevölkerung verboten. Die Reaktion der Industrie des asiatischen Landes bestand darin, möglichst originalgetreue Softair Repliken aus Kunststoff zu produzieren.

Zunächst wurden diese Produkte als Spielzeugartikel unter die Leute gebracht. Die Geschosse wurden durch Federn beschleunigt und mussten händisch nachgeladen werden. Diese einstweilige Notlösung entwickelte sich schnell zu einem Kassenschlager und der gesamte Markt begann drastisch zu expandieren. Immer ausgefeiltere Softair-Modelle kamen in Umlauf. So gibt es heute elektrische und gasbetriebene Softguns. 

Den Siegeszug im Westen erfuhr Softair durch die USA. Die damalige Besatzungsmacht von Japan exportierte die Airsoft Produkte nach Amerika. Mit einem kleinen Umweg, über die oft trendsetzenden USA, gelangte der Sport schließlich nach Europa. Während es beispielsweise in England, Japan und natürlich den USA völlig selbstverständlich ist, Softair als offizielle Sportart anzuerkennen, sieht es im deutschsprachigen Raum leider etwas differenzierter aus. In Deutschland selbst war der Verkauf solcher Waffen sogar erst ab dem Jahr 2004 legitim. Zuvor waren diese Produkte als sog. Kriegswaffenrepliken gesetzlich verboten. Diese Situation ist Grund dafür, dass der airsoftler.de dieses negative Image aufpolieren möchte. Diese Sportart ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch und findet langsam aber sicher mehr Akzeptanz. Auch Onlineriesen wie Amazon haben dieses Marktsegment inzwischen erkannt und bieten eine große Auswahl an Softairgewehren und Zubehör. Neben diesem Globalplayer entstehen aber auch immer mehr kleinere Fachgeschäfte, die über Onlineshops oder den guten alten Stationärvertrieb, ihre Ware unter die Leute bringen.



Einen offiziellen deutschen Verband gibt es derzeitig nicht, dafür aber diverse Teams und auch offizielle Softair Plätze.Hauptproduzent von Softairwaffen ist weiterhin der asiatische Markt. Viele Unternehmen haben sich schwerpunktmäßig auf ein ganz bestimmtes Portfolio spezialisiert. Neben der Airsoftgun selbst, gibt es meistens auch ein unüberschaubares Repertoire an Softairtuningzubehör.

 

Softair – Die Strategie steht im Vordergrund!

Softair stellt im Idealfall die gelungene Komposition von Taktik, Aktion und Reaktion dar. In einer strategischen Auseinandersetzung treten mindestens 2 Gruppen gegeneinander an. Ähnlich wie bei militärischen Einheiten ist die optimale Koordination der Mitglieder entscheidend. Reine Schießarien führen selten zum Erfolg. Ein bedachtes strategisches Vorgehen beim Erreichen des Spielziels ist wesentlich entscheidender. So müssen beim Softair z.B. Geländeabschitte eingenommen werden, oder eine Flagge aus dem Hoheitsgebiet des Gegners erobert und in das eigene Lager gebracht werden. Bei der Ausarbeitung von möglichen Airsoft Szenarien sind den Spielern kaum Grenzen gesetzt.


Als Munition dienen in der Regel 6 mm Kunstoffkugeln. Aber natürlich gibt es auch hier mittlerweile diverse Ausführungen der sog. BBs. Da Treffer wesentlich schwieriger zu spüren sind, als beispielsweise beim Paintball (Farb- flecken auf der Kleidung), sind Spieler dazu angehalten auf eigene Treffer hinzuweisen. Neben den bereits beschriebenen, typischen Szenarien, finden die Softair Pistolen und Gewehre auch Anwendung beim IPSC-Schießen und beim Reenactment bzw. Battle Display. Der erste Begriff bezieht sich eigentlich auf taktisches Sportschießen mit “scharfen” Waffen. Da die Softairwaffen aber recht authentische Nachbildungen von echten Exemplaren sind und die Munitionspreise und Schießstandsanforderungen beim Softair wesentlich geringer sind, treten sie auch in diesem Bereich verstärkt auf. Reenactment und Battle Display bedeutet Nachspielen, wobei die Teilnehmer möglichst realitätsnah vergangene Schlachten “nachahmen”. 

 

Munition für Airsoft Waffen heisst BB. Für die tatsächliche Herkunft dieses Akronyms existieren gleich drei Theorien. Die erste führt Softair Kugeln auf das englische Wort ball bearing zurück. Übersetzt sind damit Kugeln aus der Kugellagerproduktion gemeint. Viele der sportlich eingesetzten Rundkugeln für Luftgewehre und Luftpistolen  stammen nämlich aus der Kugellagerfertigung. Die zweite Möglichkeit ist die einfache Übernahme des Kürzels BB. Im Sektor der Luftdruckwaffen wird damit eine bestimmte Schrotkugelgröße beschrieben. Der dritte Ansatz löst BB in baby bullet auf, was bei der standardmäßigen Größe von 6 mm auch eine passende Beschreibung für Softair Kugeln wäre.

Softair Waffen ab 14 – Waffenrecht und Softair

Softairs aller Art werden in Deutschland durch dasWaffengesetz (WaffG) reglementiert. Oft besteht beim Kauf von Softguns Verwirrung, da einige Softair Waffen ab 14 Jahren erworben werden dürfen und wieder andere erst ab 18 Jahren. Die Frage, ob Softair Waffen ab 14 Jahren erlaubt sind, lässt sich also nicht einfach mit ja beantworten. Das Gesetz gibt hier jedoch klare Vorgaben. In der Bundesrepublik Deutschland müssen Softair Waffen ab 14 * eine maximale Geschossenergie unter 0,5 Joule besitzen. Luftdruckwaffen die eine Energie zwischen 0,5 und 7,5 Joule aufweisen, sind erst ab 18 Jahren frei verkäuflich. Waffen in dieser Energiespanne müssen laut Gesetzgeber mit einem F im Fünfeck gekennzeichnet sein. Alle anderen Waffen jenseits der 7,5 Joule sind waffenscheinpflichtig und dürfen nicht an Personen ohne entsprechende Erlaubnis abgegeben werden.

Softair Waffen ab 14 – Achtung Anscheinswaffen!

 

Achtung! Auch wenn Softairs bis 7,5 Joule ab 18 Jahren gekauft werden können, bedeutet das nicht, dass diese auch geführt (mit sich herumgetragen) werden dürfen. Ab 18 Jahren hat man lediglich die Berechtigung seine Softair in “befriedetem Besitztum” zu führen. Unter befriedetem Besitztum versteht der Gesetzgeber in den eigenen vier Wänden, auf Privatgrundstücken und offiziellen Spielfeldern für Soft Air. Eine weitere Einschränkung gilt für voll- automatische Softairs. Vollautomaten dürfen in Deutschland nur eine maximale Geschossenergie von 0,5 Joule aufweisen, der Besitz stärkerer, vollautomatischer Softairwaffen ist komplett verboten. Der letzte wesentliche Berührungspunkt des Waffengesetzes mit dem Softairsport befasst sich mit “Anscheinswaffen“. Dieser Punkt fällt für viele Spieler ins Gewicht, da die Softairexemplare ihrem “scharfen” Vorbild oft bis ins Detail gleichen. Paintballspieler haben im diesem Bereich die besseren Karten, da ihre Sportgeräte sich meistens stark von echten Waffen unterscheiden. Für Anscheinswaffen gilt ein Verbot zum Tragen in der Öffentlichkeit. Selbst beim Transport muss das Gerät wie eine scharfe Waffe behandelt werden, nämlich in einem verschlossenen Behältnis (Waffenkoffer), weder zugriffs- noch schussbereit sein.

 

§ des Waffengesetzes mit Softairbezug

Das Führen, der Transport und die Nutzung sind u. a. in folgenden Paragraphen geregelt:

 

  • Trageverbot von Anscheinswaffen Abschnitt 2 – Unterabschnitt 7 – § 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen.
  • Die Definition einer Anscheinswaffe erfolgt in Anlage 1 – Abschnitt 1 – Unterabschnitt 1 1.6ff des deutschen Waffengesetzes.
  • Der richtige Transport von Anscheinswaffen ist unter §42a WaffG – Absatz 2 – Satz 2geregelt.
  • Was ist unter “Führen” einer Waffe im rechtlichen Sinn zu verstehen, beschreibt das WaffG in Anlage 1 – Abschnitt 2 – Satz 3.
  • Eine Defintion von “befriedetem Besitztum” ist leider in Bezug auf Softair Pistolen und Gewehre nicht präzise geregelt. Das WaffG gibt hierzu auch keine Definition ab. Jedes Ordnungsamt legt diesen Begriff nach eigenem Ermessen aus. Grundlage für die Entscheidung von Behörden ist im Strafgesetzbuch unter §123 Hausfriedensbruch geregelt. Die Art der Absperrung eines befriedeten Gebietes (Zäune, Mauern, Trazierband) wird aber von jedem Ordnungsamt im eigenen Ermessen abgewogen. Aus Sicherheitsgründen sollte man daher bei seinem lokalen Amt anfragen und sich die Bedingungen schriftlich bestätigen lassen. Nur auf diese Weise kann man sich hier ausreichend rechtlich absichern.

  • Nutzung von Softairwaffen außerhalb von offiziellen Schießstätten ist im §12 Absatz – 4 – Punkt 1a des WaffG erklärt. Demnach ist ein Schießen außerhalb von Schießständen erlaubt, solange die Waffe unter 7,5 Joule maximale Geschossenergie hat und die Kugeln das Areal nicht verlassen können. Ebenso muss eine Erlaubnis des Hausrechtsinhabers vorliegen.

Aussagen für die maximale Schussweite von scharfen Waffen aber auch Softair Waffen sind mit Vorsicht zu genießen. Eine verlässliche Berechnung gestaltet sich sehr komplex. Größen wie Luftwiderstand, Material des Geschosses, Luftfeuchtigkeit und Schusswinkel sorgen für viele Abweichungen von der theoretischen Wurfparabel. Mit einem einfachen FPS Rechner lassen sich hier keine Aussagen treffen. Gäbe es keinen Luftwiderstand, würde ein Geschoss mit der Mündungsgeschwindigkeit von 700 Metern pro Sekunde und dem Schusswinkel von 45 Grad ca. 50 km weit fliegen. Die Munitionen von scharfen Büchsen erreichen aber in der Realität gerade einmal 4-5 km. Der Luftwiderstand hat auch Auswirkungen auf den Schusswinkel. Der optimale Schußwinkel liegt bei Büchsen, um die 30-35 Grad und bei Flinten ca. um die 20-30 Grad. Diese Werte verdeutlichen, dass die sehr leichte Softairmunition noch drastischer vom Luftwiderstand beeinflusst wird. Sicher kann man nur sagen, dass die optimale ballistische Leistung bei Airsoftwaffen abhängig von einem optimalen Hop-Up und möglichst hochwertigen BBs * ist. 

Gewicht und Einsatzbereich der Softair-BBs

  
0,12 g Airsoft < 0,25 Joule und Minen/Granaten
0,15 g ähnlich wie bei den 0,12 g BBs, meistens als Bioalternative verfügbar
0,16 g Verwendbar für Soft Airs unter 0,5 Joule
0,18 g Sinnvoll für Waffen mit einer Energie von 0,3 – 0,35 Joule
0,20 g Standardgewicht vieler Softairwaffen. Arbeitsenergie zwischen 0,4 – 0,9 Joule
0,23 g Zwischenkaliber zwischen 0,20 und 0,25 g
0,25 g Obergrenze für Standardwaffen. Langsamer als 0,20 g aber stabiler in der Flugbahn
0,28 g Für getunte Airsoftwaffen der Standard. Günstiger als 0,30 g, bei sonst fast identischen Eigenschaften
0,29 g Besondere und teure BBs, sehr präzise gefertigt. Präzisionsgewehr geeignet
0,30 g Standardgewicht für die meisten Softair Präzisionsgewehre
0,36 g Präzisionssoftairmunition. Besonders stabil in der Flugbahn, aber langsam
0,43 g Graphitbeschichtete BBs, nur geeignet für die aufwendigsten Upgradeklassen
>0,85 g Stahlmunition, die auch nur mit extrem getunten Softairwaffen nutzbar ist.
Diverse Spezielle Airsoft Gewehre in 8 mm und verschiedenen Gewichten

Softair AEG? Welche Waffenarten gibt es?

Softair mit Federdruck

 

Airsoft Waffen, die auf der Basis von Federdruck funktionieren, beziehen ihre Energie durch Federspannung. U. a. werden diese Airsoftwaffen auch Springguns oder spring powered guns genannt. Das Geschoss bzw. die BB wird dabei nicht direkt von der Schraubenfeder beschleunigt, sondern durch den erzeugten Luftdruck beim Vorwärtsschnellen der besagten Feder. Für den Spieler muss klar sein, dass er vor jedem Schuss, die Softair wieder neu laden muss. Das ist einer der Haupt- unterschiede zur Softair AEG. Bei Pistolen kann das durch repetieren des Schlittens erreicht werden oder bei vielen Shotgun/Pumpgun Nachbauten eben durch betätigen des Vorderschafts. Springguns können nicht halb- oder vollautomatisch sein. In der Mechanik von elektrisch betriebenen Softairs (Softair AEG), kommen natürlich auch Spannfedern zum Einsatz, trotzdem werden sie nicht zu den Springguns gezählt.
 
 

 

 

 

 

 

Federdruckbetriebene Softairgewehre befinden sich um unteren Preissegment und können eine sinnvolle und kostengünstige Einstiegswaffe sein. Die Preise starten bei ca. 30-40 €, wobei im oberen Preissegment für elektrische Airsoft Guns kaum Grenzen gesetzt sind.Professionelle Gewehre * können schnell rund 1200 € kosten und für alle, bei denen Geld keine zu große Rolle spielt gibt es limitierte Customanfertigung, wie hier z. B. der Eigenbau einer Softair Minigun, eines österreichischen Unternehmens für schlappe 7200 €.

 

Gasbetriebene Softairwaffen


Ein weiteres Problem bestand in der starken Kühlwirkung der expandierenden Gase, was dazu führte, das eine Softairwaffe ihre Funktion verlor, oder Gummidichtungen vereisten und damit unbrauchbar wurden. Bei aktuellen Treibmitteln wurden diese Schwächen beseitigt. Die Verwendung von Treibmitteln hat aber auch einen positiven Effekt, wenn es darum geht das Feeling einer echten Waffe zu immitieren. Bei einigen gasbetriebenen Softairgewehren sind sog. Blow-Back-Syteme verbaut, die den Rückstoss beim Feuern, wie bei “scharfen Gewehren” simulieren. Das Waffengesetz erlaubt in Deutschland allerdings nur halbautomatische Softair Gewehre mit dieser Funktion.Softairwaffen, die mit Gas betrieben werden, nützen die Treibgase, um ein BB zu beschleunigen. Auf diese Weise sind sowohl Halb- als auch Vollautomaten möglich. Anders als beim Paintball, wo sehr viele Spieler ihre Waffen mit Kohlendioxid oder Pressluft betreiben, gibt es beim Softair die Bezeichnungen Green Gas oder Red Gas (schwach bis stark), auf Propanbasis. Anfänglich wurden bei Softairwaffen flüssige Gase genutzt, weshalb das verbaute System zwei Tanks benötigte. Einen Tank für das eigentliche Treibmittel und einen weiteren als Ausgleichbehälter, um bei hoher Schussfolge zu verhindern, dass Flüssigkeit in die Airsoft gelangt.

 

Elektrische Softairwaffen (Softair AEG)

Elektrische Softairwaffen, oder kurz Softair AEG, was für Automatic Electric Gun steht, besitzen einen akkubetriebenen Elektromotor. Der Motor verfügt über ein eigenes Getriebe, welches im Zwei-Phasen-Zyklus eine Schrauben- feder (ähnlich den Federdruck-Softairwaffen) mit Hubkolben spannt. Betätigt der Spieler den Abzug seiner Softgun, wird im ersten Schritt die Feder gespannt und im zweiten Schritt gelöst. Der Kolben schnellt nach vorn und erzeugt den benötigten, komprimierten Luftdruck, um das Geschoss anzutreiben. Aktuelle Modelle erreichen dabei eine Feuerfrequenz von mehr als 1000 Schuss/Minute. Damit steht eine Softair AEG dem realen vollautomatischen Vorbild in Sachen Schussfrequenz in nichts nach. Bei der Verwendung von 0,20 BBs erreichen standardisierte Modelle eine Geschossgeschwindigkeit von gut 160 m pro Sekunde. Die verwendeten Akkus sind Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) und Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) mit ca. 8,4 Volt Spannung. Eine Erhöhung der Spannung wirkt sich auf die Feuergeschwindigkeit aus und eine Erhöhung der Stromstärke erhöht die Betriebsdauer
.

Wie bereits bei der Beschreibung der Sportart Softair erwähnt, gibt es eine Reihe von Vorschriften zu beachten um Softair in Deutschland ausüben zu dürfen. Die Auswahl eines passenden Geländes für eine Operation oder eine Skirm (Kleines Softairduell) stellt da leider keine Ausnahme dar. Sicherlich sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen weniger streng als bei Händlern und Waffen Shop Betreibern, aber dennoch nicht ganz ohne. Der aktuelle Artikel erklärt, welche Vorraussetzungen mindestens gegeben sein müssen, um seinem Hobby sorgenfrei nachzugehen.



Besonders die Befolgung der Gesetze ist nämlich unheimlich wichtig, um den Sport weiter zu etablieren. Ignorante Kritiker können in unserem Rechtsstaat nur in ihre Schranken gewiesen werden, wenn man ihnen die Grundlage ihrer Hetzkampagnen entzieht. Bei den Restriktionen herrschen Parallelen zum bekannten Paintball. Eine Softair Area muss ein zugelassens Spielfeld sein. Wenn es sich nicht um Privateigentum handelt muss unter allen Umständen die Genehmigung des Eigentümers eingeholt werden. Wer beim Spielen ohne Erlaubnis im Staats- oder Privatforst erwischt wird, macht sich des Hausfriedensbruches schuldig.

 

In Naturschutzgebieten oder Wildruhezonen ist Ausübung von SoftAir, unabhängig von der Genehmigung des Besitzers, nicht gestattet. Allgemein sollte die Umwelt nachhaltig behandelt werden und keinen Schaden nehmen. Eine weitere wesentliche Anforderung ist die Sicherheit. Soft Air Spieler auf dem Gelände, oder der jeweilige Veranstalter haben Sorge zu tragen, dass keine Kugeln (BB), das Gelände verlassen. Waldspaziergänger oder andere Anlieger müssen klar und deutlich informiert werden, damit die Einhaltung der Sicherheitszone gewährleistet ist.

 

Man sieht also, dass man leider einige Hürden auf sich nehmen muss, um Softair in Deutschland sorgenfrei zu genießen.



 

 

Capture the Flag & Co - Softair Fachbegriffe

Wer Fragen im Forum stellen möchte, sollte über ein bestimmtes Vokabular verfügen, um sein Anliegen richtig auszudrücken. In diesem Beitrag sind die wichtigsten Fachwörter zusammengefasst.


Der Softair Sport beinhaltet diverse Fachbegriffe und Abkürzungen. Gerade für Neueinsteiger empfiehlt es sich vorab etwas mit der Materie auseinanderzusetzen. Was versteht man beispielsweise unter Capture the Flag oder BAX? Gerade wenn man sich durch Foren fragen möchte, sollte ein gewisses Grundverständnis bestehen, um den Beiträgen erfahrener Spieler folgen zu können.

 

ABS

Mit ABS ist ein thermoplastischer Kunstoff gemeint. Das Akronym ABS steht dabei für Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Softairs, die aus diesem Material gefertigt sind, zeichnen sich durch eine hohe Stabilität und Kratzfestigkeit aus. Die Verbindung ABS bleibt bis zu 100 Grad Celsius stabil.

AEG

AEG steht für Automatic Electric Gun und bezeichnet damit die Funktionsweise der Softgun. Waffen mit dieser Bezeichnung werden durch einen Elektromotor mit Batterien oder Akku betrieben. Ob es sich um eine voll- oder halbautomatische Waffe handelt, ist aus diesem Begriff nicht ersichtlich.

AEP

Die Bezeichnung AEP bedeutet Automatic Electric Pistol und ist daher mit dem Akronym AEG gleichbedeutend, eben nur auf Pistolen übertragen.

Airsoft/Softair/Paintball

Unter Airsoft ist der Sport schon seit längerer Zeit in den USA bekannt, nur in Deutschland spricht man weitläufig auch von Softair. Im Grunde genommen sind diese Fachwörter synonym zu verwenden. Paintball setzt sich dagegen stark von Airsoft/Softair ab. Paintball wird ausschließlich mit Farbkugeln gespielt und die eingesetzten Waffen/Markierer sehen meistens futuristisch aus. Das Kaliber ist beim Paintball ebenfalls wesentlich größer. Softair Waffen orientieren sich dagegen sehr stark an den Originalvorbildern der jeweiligen Waffen. Diese Immitation verdankt Airsoft seiner Geschichte, die unter “Was ist Softair?” nachgelesen werden kann

AS

Abkürzung für die eigene Airsoft-Waffe

ASG

Weitere Kurzform für Airsoft Gun

Barrel Plug

der Barrel Plug Stopfen für den Lauf, der den Selbigen vor Verunreinigungen schützt und auf offiziellen Events oder in Spielpausen als Sicherheitsvorschrift in die Waffe zu stecken ist.

 

BAX

Stabilisierungssystem das in Softair Waffen verbaut wird. Die Kugel erhält durch zwei Stabilisatoren im Lauf einen besseren Drall und damit eine ausgeglichenere Flugbahn. Soll als Nachfolger des Hop-Up-Systems genutzt werden.

 

BB

Als BB wird die Rundkugel-Munition von Airsoftwaffen bezeichnet. Es gibt diverse Gewichte mit unterschiedlichen Flugeigenschaften, wobei das Kaliber meistens auf 6 mm beschränkt ist. Neben gewöhnlichen Kunstoffkugeln gibt es auch Farb-, Leuchtspur und Stahlkugel.

 

BDU

BDU steht für Battlefield Dress Uniform und meint damit den Kampfanzug. Bei bestimmten Tunieren oder Events kann es eine “Kleiderordnung” geben.

 

Capture the Flag

Typische Spielweise aus dem Airsoft oder auch Paintballbereich. Jedes Team hat eine Basis, in der eine Flagge positioniert. Ziel ist es die Flagge des Gegners aus dessen Basis zu stehlen und in das eigene Lager zu bringen, ohne dass die eigene Fahne erbeutet wird.

 

DeathRag

Meistens Warnwesten in Neonfarben. Wenn ein Spieler getroffen ist und damit ausgeschieden wird eine derartige Weste getragen, um allen anderen Spielern zu symbolisieren, dass der Träger ausgeschieden ist.

 

Double Action

Double Action ist eine Bezeichnung aus der Waffentechnik, der bedeutet, dass zum abfeuern eines Schusses, zwei verschiedene Mechanismen verwendet werden. Die Weiterentwicklung der Single Action Mechanik ermöglicht durch betätigen des Abzuges ein automatisches Spannen des Hahnes und die damit verbundene Abgabe eines Schusses. Bei Single Action Versionen muss der Hahn für jeden Schuss gespannt sein.

 

EBB

EBB steht für Electric Blow Back und deutet darauf hin, dass der Verschluss der Airsoft bei jedem Schuss automatisch repetiert.

 

Fire Selector

Hebel an einer Softair der zwischen den Varianten Sicherung, Einzelfeuer und Feuerstoss eingestellt werden kann.

 

Flashhider

Der Flashhider bezeichnet den deutschen Mündungsfeuerdämpfer

 

Foregrip

Der Forgrip ist ein Anbaugerät, der vorn an die Maschinenpistole/Sturmgewehr angebracht wird. Der senkrecht angebrachte Griff ermöglicht einen besseren Haltekomfort beim Schießen. Bei “scharfen” Waffen verhindert dieser Griff, dass der Lauf beim Schießen zu stark steigt.

 

FPS

FPS ist die Geschwindigkeitsangabe, mit der ein Projektil oder BB den Lauf verlässt. FPS steht dabei für Fuss pro Sekunde und ein Fuss entspricht rund 0,3048 m.

 

Gearbox

Die Gearbox ist als das Herzstück einer jeden Softairwaffe anzusehen. In diesem Bauteil ist die komplette Mechanik, wie Motor und Getriebe zusammengefasst.

 

Gearbox-Jam

Probleme oder Defekte im Getriebe einer Airsoft

Highlander

Spaßige Bezeichnung für sog. Spielverderber, die keinerlei Treffer der eigenen Person anerkennen wollen und somit “unsterblich” sind.

 

Hop-Up

Vorgängersystem des BAX zur Stabilisierung der Flugbahn von Softairkugeln. Im Lauf wird dem BB ein gewisser Drall verliehen, um der Kunststoffkugel bessere Flugeigenschaften zu verleihen.

 

Joule



Joule ist die Einheit mit der die kinetisch übertragene Energie gemessen wird. Bei Softguns bedeutet das, wieviel Energie eine 6 mm BB im Stande ist auf einen bestimmten Punkt zu übertragen. Luftdruckwaffen, die ohne Waffenschein verkauft werden können, dürfen maximal eine Energie von 7,5 Joule aufweisen. Zum Vergleich: Eine 9 mm Para wirkt mit ca. 380–700 J, eine Desert Eagle im Kaliber 50 AE schon mit 1750-2160 J und eine Gewehrpatrone in 7,62 x 51 NATO mit 3500 J. Um das Ganze mal richtig extrem zu machen, eine Barrett M82A1 im stattlichen Kaliber 12,7 x 99 mm NATO bringt satte 15530 – 20257 J in das Projektil. 

 

Kevlar

Viele denken, dass Kevlar die Bezeichnung eines hochstabilen und leichten Kunststoffes ist, dem ist aber nicht so. Kevlar ist lediglich ein Markenname für diese aromatischen Polyamide. Die Aramidfasern sind hochstabil und sehr leicht, was sie zu einem perfekten Material für Splitter- und schusssichere Westen macht. Weiterhin besitzen die Fasern eine sehr hohe Hitzebeständigkeit, erst ab 400 Grad Celsius findet eine Verkohlung statt. Ein Schmelzprozess bleibt komplett aus.

 

Leuchtpunktvisier

Für Leuchtpunktvisiere gibt es diverse Namen, so z. B. Rotpunktvisier, Red Dot (Herstellername), Aim Point (Herstellername), Leuchtpunktzielgerät und Kollimatorvisier. Egal wie man das gute Stück nun bezeichnet, es handelt sich um ein optisches Visier, welches das schnelle Zielen mit beiden, geöffneten Augen ermöglicht. Im Visier leuchtet ein roter Punkt, der eine parallaxenfreie schnelle Zielerfassung auf kurze Distanzen ermöglicht.

 

Low-, Mid- und Highcap

Diese Bezeichnungen beschreiben die Füllmengen von Softair Magazinen. Während Low- und Midcap (Low ca. 50 Kugeln, Mid ca. 150 Kugeln) sich wie die Magazine von “scharfen” Waffen befüllen lassen, werden die BBs bei den ganz großen Varianten (Highcap > 150 Kugeln) einfach hinein geschüttet. Für den reibungslosen Transport zur Airsoft sorgt eine Spannfeder mit Drehrad, die nach der Befüllung angezogen wird.

 

MilSim

MilSim steht für Militärsimulation, bei der militärische Taktiken bzw. militärische Vorbilder simuliert werden. Es gibt Überschneidungen zum Reenactment oder Battle Diplay, welche nicht ausschließlich dem Airsoftgenre zuzuordnen sind. 

 

Primär- und Sekundärwaffe

Haupt- und Zweit- bzw. Backupwaffe. Ein Infanterist ist beispielsweise mit einem Sturmgewehr als Primärwaffe ausgerüstet und führt als Sekundärwaffe eine Selbstladepistole mit.

 

Rail/R.I.S/Weaver/Picatinny

Genormte Montageschienen für Anbauteile an die Airsoft, z. B. Griffe, Lampen und Zielvorrichtungen. RIS und Weaverschienen bei Amazon.

 

ROF

ROF ist die Feuerrate einer Softair, oder wörtlich Rate of Fire.

 

SA/DA/DAO Trigger

Single Action/Double Action/Double Action Only. Single und Double Action wurden bereits unter dem Punkt Double Action erwähnt. DAO bedeutet, dass die Softair nur im Double Action Modus betrieben werden kann, also nur durch ziehen des Abzugs. Gewöhnlich haben derartige Airsoftwaffen keinen außenliegenden Hahn zum manuellen Spannen.

 

Scope

Englisches Wort für Ziefernrohr. Hier gibt es verschiedene Scopes und Leuchtpunktvisiere.

 

Semi-/Vollautomatik?

Halbautomatische Waffen, das heisst für jeden Schuss muss der Abzug betätigt werden. Bei einem Vollautomat muss nur der Abzug gedrückt gehalten werden, um schnelle Feuerstöße abzugeben.

 

Skirming/Skirmen

Lockere Bezeichnung für ein Airsoftspiel. Das Wort heisst soviel wie Geplänkel oder Scharmützel im Softairsektor.

 

Spring

Spring vom englischen Wort Feder, ist ein Oberbegriff von Softair Waffen, die nach jedem Schuss neu gespannt werden müssen. Die innenliegende Feder lässt sich nur manuell repetieren.

 

Valve Key

Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug, um das Treibmittel bei gasbetriebenen Softairs abzulassen.

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